Türkei


Noch in Griechenland machen wir uns schlau darüber, wie wir uns auf dem Fahrrad bekleiden dürfen. Judith trauert jetzt schon an den kurzen Hosen nach und denkt, dass sie mit 3/4-Hosen fahren muss. Bei dieser Hitze ist dieser Gedanke nicht so cool! Bereits auf der schaukelnden Überfahrt auf dem Catamaran stellen wir fest, dass die Türkinnen sich wie die Europäerinnen kleiden. Als wir in Marmaris ankommen und sehen, dass die Frauen auch noch am Abend im Bikini unterwegs sind, kann Judith langsam aufatmen. Wir sehen lediglich eine Frau im Kostüm baden, alle anderen baden in Bikinis!
Von Marmaris, eine belebte und pulsierende Ausgangsstadt, sind wir vor allem von den sicheren Radstreifen begeistert! Wo gibt es dies schon?

Nach einem Ruhetag verlassen wir Marmaris. Wir wollen am Beach durch den Marmaris Nationalpark nach Dalyan fahren. Morgensfrüh machen wir uns auf den Weg. Die Aufräumarbeiten und die vielen herumliegenden Bierflaschen und Müll, lassen erahnen, dass eine grosse Party stattgefunden hat. Erst später realisieren wir, dass das Ende des Ramadans gefeiert wurde. Nun zurück zu unserer Fahrt nach Dalyan. Nach 5 Kilometer ist die Strasse gesperrt, da wir in ein Mitliärgebiet kommen. Wir müssen neu planen. Schnell haben wir eine Lösung und machen uns auf den Weg. Eine zweispurige Strasse mit einem breiten Pannenstreifen führt uns hinauf weg von Marmaris. Wir verlassen diese Hauptstrasse und trampen kräftig in die Pedalen auf einer einsamen Strasse einen Pass hinauf. Da staunen wir nicht schlecht als kurz nach dem Pass, bereits auf der Runterfahrt, wir wiederum vor einer versperrten Strasse stehen. Aha, deshalb war die Strasse so einsam… Es bleibt uns nichts anderes übrig als wieder um zu kehren und zurück zur Hauptstrasse zu fahren. Die Moral ist angeschlagen, sind wir doch nun bereits den ganzen Morgen auf dem Rad und wir stehen wieder fast bei Kilometer null!


Nach einem Tief kommt meist ein Hoch:-) Wir kehren bei einer unscheinbaren Bude am Strassenrand ein. Leider verstehen diese kein Englisch. Mit unserem Türkisch können wir gerade Wasser und türkischen Tee bestellen und sagen, dass wir essen wollen. Aber dann hört es auf… Schnell kommt vom Nebentisch Hilfe herbei geeilt. Zuerst mit Englisch und dann sogar mit Schweizerdeutsch! Vielen herzlichen Dank Burudu für deine Hilfe!:-) Sie gibt uns dann auch noch ein paar Tipps, was wir unbedingt besichtigen sollen. Das Gözleme mit Köfte ist fantastisch!
Das Reisen im Herbst ist einfach super, denn es ist Erntezeit. Immer wieder kommen wir an Stände am Strassenrand vorbei, welche frischgepressten Orangen- & Granatapfelsaft anbieten. Mmh sind die lecker und so frisch!
Ui, ui, ui Judith hat einen Platten am Hinterreifen eingefahren. Müde reparieren wir diesen.


Pünktlich zum Sonnenaufgang, mit dem Gebetsruf der Moscheen, klingelt der Wecker. Wir sind am See bei Köycegiz. Die vielen Kaffees sind sehr einladend. Wir sind immer noch auf dem Umweg nach Dalyan. Der Weg dahin führt uns auf der Schnellstrasse dorthin und unsere Motivation auf diese Strasse hält sich in Grenzen. Am Vorabend haben wir ein Plakat mit einer Werbung von einer Fähre gesehen. Wir erkundigen uns, wo und wann denn diese Fähre nach Dalyan fährt. Schnell bekommen wir Hilfe und wir können mit einer Bootsfahrt, welche eine Safari macht, mitfahren. Für uns wird das Boot extra gekehrt, sodass wir unsere Räder schön vorne beim Bug anbinden können. Und so kommt es, dass wir gleich die Topplätze auf dem Bootsdach bekommen. Kurz vor der Stadt Dalyan werden wir gebeten runter zu kommen, da es die Polizei nicht erlaubt auf dem Dach zu sitzen:-)
Auch auf dem Land bekleiden sich die Türkinnen, wie die Europäerinnen. Nur einzelne Frauen und meistens ältere tragen ein Kopftuch. Wir treffen den ersten Tourenradfahrer! Es ist der Türke, Murat. Er ist auf einer vierwöchigen Tour von seinem Wohnort Istanbul unterwegs. Er bestätigt, dass unser Fahrradtenu vollkommen in Ordnung sei. Türkei sei etwa bei Ankara geteilt, das heisst im westlichen Teil leben die moderneren und offeneren Türken und im östlichen Teil ist es eher traditionell. Auch er gibt uns ein paar Tipps und rät uns ab ins Kurdengebiet zu reisen, was wir aber auch nicht vor hatten.


Die türkische Gastfreundschaft und das türkische Essen gefällt uns sehr. Die Menschen sind dynamischer als die Griechen. So wie wir mit unserer Decke und Kissen am Boden sitzen, nehmen auch viele Türken ihre Mahlzeit zu sich. Auch die frischen Salate, die feinen Omeletts, kein Schweinefleisch und die Köfte (Hackfleisch-Bällchen) sind uns sehr Willkommen. Einmal mehr geniessen wir an einem Strassenrand eine leckere Melone. Der Verkäufer setzt sich gleich zu uns und isst mit uns mit. Wir versuchen uns mit ihm zu unterhalten, jedoch leider verstehen wir ihn nicht… Wir müssen unsere Türkischkenntnisse unbedingt verbessern!
In Kas stellt Andi im Spiegel mit Schrecken fest, dass er definitiv wie ein Freek aussieht! Bart und langes, zerzaustes Haar. Zum Glück wimmelt es von Barbers. Andi geniesst das volle, türkische „Kuaför“-Programm: Das heisst Haare schneiden und Bart rasieren, inklusive Augenbrauen schneiden, Nasen- und Ohrenhaare mit brennender Watte entfernen sowie Kopf- und Nackenmassage! Dies alles für 50 Türkische Lira (16.- CHF). Am Strassenrand entdeckt Andi einen Mann hinter der Nähmaschine und er lässt gleich sein Reissverschluss beim Tricot nähen. Im Nachhinein stellen wir fest, dass es der Schuhmacher ist und sehr wahrscheinlich ist diese Art von Näharbeit nicht üblich.


In Kas sind wir unschlüssig, wo unsere Reise weitergehen soll. Wir zeichnen mehrere Möglichkeiten auf dem Tablet auf. Uns reizt das Hinterland sehr, letztendlich aber entscheidet der Würfel für die Strecke. Bereits am ersten Abend als wir nach Wasser fragen, erfahren wir die türkische Gastfreundschaft auf ein Neues. Es wird uns frische Trauben angeboten und Peperoni mit auf den Weg gegeben. Am nächsten Tag werden wir wiederum mit frischen Trauben von einem vorbeifahrenden Auto beschenkt. Am Abend fragen wir bei einem Bauer um Wasser und dieser lädt uns gleich zum Cay ein. Nebst dem Cay gibt es Fladenbrot, eingelegte Aprikosen, frische Oliven, Tomaten und Käse. Er bietet uns sogar an neben seinem Haus das Zelt aufzustellen und gibt uns Eier mit auf den Weg. Auf seinem Grundstück zu schlafen schlagen wir jedoch höflich ab und ziehen weiter. Wir müssen uns noch an diese grosse Gastfreundschaft gewöhnen. Auch am Wegrand sind wir für Früchte- und Gemüseverkäuferinnen eine willkommene Abwechslung. Diese älteren Frauen erweisen sich als sehr selbstbewusst und mütterlich. Sie sind besorgt, dass wir genug essen und einen guten Sitzplatz haben:-) Für den Cay bezahlen wir meistens nichts, denn entweder lädt uns jemand ein oder der Besitzer will nichts haben. Auch mehrmals müssen wir dankbar Geschenke ablehnen, weil unsere Taschen bereits gefüllt sind und wir erklären, dass wir nicht so viel mittragen können. Zweimal werden wir von Lehrern zum Cay eingeladen. Der zweifache Vater Ali und Lehrer engagiert sich für Erasmus das Austauschprogramm für Studierende. Er lädt uns sogar zum Mittagessen ein. Er freut sich sehr, dass Touristen trotz dieser angespannten Situation in der Türkei sein Land bereisen.


Von Beysehir nach Aksaray nehmen wir den Bus. Wir wollen etwas vorwärts kommen, denn der Herbst naht und wir möchten unbedingt noch nach Georgien, welches sehr gebirgig ist, zudem soll die steppenartige Mondlandschaft bis Aksaray nicht sehr spannend sein. Die Fahrt kostet 35 TL pro Person (9.-Fr.) und die Räder sind gratis, jedoch klappt es erst beim zweiten Busunternehmen. Als der Bus ankommt, beginnt das grosse Rätselraten, wie diese Räder denn nun in den Bus eingeladen werden können… Als die acht türkischen Männer noch rätselnd vor dem Gepäckabteil stehen, sieht Judith eine Lösung, nimmt ihr Rad und stellt das Rad einfach stehend in die Gepäckslucke. Sie schiebt einen Koffer etwas zur Seite und das Rad hat perfekt Platz. Bis auf ein Mann sind alle begeistert von Judiths Aktion und lächeln ihr bewundernd zu. Dann packen die Männer an und schnell ist dann auch Andis Rad eingeladen. In Aksaray erwartet uns der erste Warmshower. Bis jetzt hatten wir immer wieder versucht bei Warmshower zu übernachten, jedoch hat es nie geklappt. Ahmed ist ein Student in Aksaray. Er lebt in einer Junggesellen-WG mit Met zusammen. Wir waren froh um diese Bleibe, da wir erst spät in Aksaray mit dem Bus ankamen, jedoch waren wir dann auch wieder froh weiterzuziehen.


Aksaray hat über 100 Moscheen. Wenn die Gebetszeit ist, tönt es durcheinander in den Gassen der Stadt. Wir haben uns schon ein paar Mal gefragt, wieso nicht koordiniert und gemeinsam gebetet wird. Im Park treffen wir auf einen Mann, der uns diese Frage beantworten kann. Er erzählt uns, dass es vor 10 Jahren eine gute Lösung gab und zwar, dass nur noch von einer Moschee gesungen wurde und dies per Lautsprecher in den anderen Moscheen zu hören war. Dies wurde jedoch vor fünf Jahren wieder geändert, da man der Meinung war, dass es Tradition sei individuell das Gebet von den einzelnen Moscheen auszurufen und diese Erneuerung ihr Erstreben von Allah nach dem Tod aufgenommen zu werden gefährdet ist. Dieser Mann erzählt uns auch, dass es schwierig sei eine sichere und gut bezahlte Arbeit zu bekommen. Zudem bestätigt er unsere Beobachtung, dass vor allem in den Strassenbau und in Moscheen investiert wird.
Nun freuen wir uns auf Kapadokien. Die weissen Sandsteine und die Felsen mit den Felsbehausungen sind eindrücklich. Etwas abseits des Tourismus finden wir ein wunderschöner Schlafplatz. Andi sieht auf dem GPS, dass es parallel zur Hauptstrasse eine kleine Schotterpiste G2 hat. Diese führt uns am Morgen zu einem Aussichtspunkt ins „love valley“, welches sehr schön von oben anzuschauen ist.


Von Kayseri nach Sivas gibt es nur eine einzige sehr stark befahrene Strasse, weshalb wir den Bus nehmen. Es gelingt uns nach mehreren Anläufen die Fahrräder gratis mit dem Bus mitzuführen. So bezahlen wir pro Person 25 Türkische Lira (8.-Fr.). Hier in dieser Gegend tragen die meisten Frauen ein Kopftuch. Judith fährt nun, nur noch mit den 3/4 Hosen. Mit Rückenwind fahren wir von Sivas in Richtung Zara. Es ist ebenfalls eine mehrspurige Strasse, aber zum Glück hat es wenig Verkehr und einen breiten Pannenstreifen. In Zara kommen wir mit einem Imam ins Gespräch. Er zeigt uns stolz Fotos von seiner Familie. Nach Zara biegen wir in eine kleinere Strasse ein. Ein schöner Pass, der auf 2010müM. hoch geht, erwartet uns.


Kurz vor Bayburt kämpfen wir mit Gegenwind. Es wird uns auch erzählt, dass es regnen wird. Nach fast 10 Wochen ohne Regen unterwegs zu sein und sich nicht übers Wetter Gedanken zu machen, da es immer schön ist, kommt dies überraschend für uns. So nehmen wir das Angebot für die Mitfahrt von einem Lieferbusfahrer nach Bayburt gerne an.


In Bayburt studieren wir das Wetter. Es sieht für die kommenden Tage nicht so gut aus. Uns steht ein Pass mit 2500müM. zu überqueren bevor. Wir entscheiden uns bereits in Richtung Pass loszufahren, um dann am nächsten Tag die Überschreitung zu machen. Bereits nach einer Stunde Fahrt suchen wir Unterschlupf vor dem Regen. Der Regenschauer dauert nur kurz und wir können wieder weiter fahren. Es hat stark abgekühlt und wir kämpfen mit Gegenwind. Ein Bauer hält uns an. Er fragt uns, wohin wir wollen. Als er erfährt, dass wir nach Uzungöl über den 2500müM. Pass wollen, schüttelt er vehement und besorgt den Kopf. Er bittet uns umzukehren und bei ihm im nächsten Dorf zu essen und zu übernachten. Morgen sei das Wetter dann besser. Wir bedanken uns für seine Einladung, jedoch haben wir keine Lust wieder zurück zu fahren. Für uns war sowieso klar, dass wir den Pass erst am nächsten Morgen in Angriff nehmen. Als wir ein windgeschütztes Plätzchen mit Wasser sehen, halten wir gleich an und richten uns für die Nacht ein. Etwas später, genau als Andi am Duschen ist, kommt dieser besorgte Mann wieder und bringt uns Essen. Er ist zufrieden, dass wir erst am nächsten Tag den Pass überqueren.


Am Morgen früh, warm eingepackt, machen wir uns auf den Weg hoch zum Pass. Es ist einmal mehr ein wunderschöner Pass! Die Schotterpiste ist gut fahrbar. Da staunen wir nicht schlecht als wir kurz vor dem zweiten Gipfel eine kleine Hütte am Weg stehen sehen, welche mit Otel angeschrieben ist. Von drinnen dringt laute Musik nach draussen. Wir steigen ab und trinken erfreut einen Cay am warmen Cheminée. Es stellt sich heraus, dass dieser ältere Mann 22 Jahre in Stuttgart gelebt hat und nun seit 26 Jahren wieder zurück in der Türkei ist. Während 6 Monaten lebt er hier oben und bewirtet die paar Touristen und den Winter verbringt er in Uzungöl. Leider ist es ziemlich neblig auf dem Pass und die schöne Aussicht müssen wir uns denken. Kurz vor Uzungöl setzt der Regen ein. Wir finden eine günstige Unterkunft und gönnen uns eine warme Dusche. In Uzungöl hat es einige Frauen in der Burka unterwegs, welches aber arabische Touristen sind. In der Nacht muss sich Andi übergeben und hat Schüttelfrost mit Fieber. Auch Judith hat einen komisch, rumpelnden Bauch. War es den Kebab vom Mittag oder der Käse vom Abend oder doch die Eier? Wir wissen es nicht. Somit bleiben wir gleich noch eine zweite und dritte Nacht.


Am Sonntag nach zwei Tagen Rast fühlt sich Andi wieder genug Fit um weiter zu fahren. An diesem Tag findet ein türkisches Radrennen von Caykara nach Uzungöl statt. Die mit Sturmgewehr bewaffneten Soldaten, welche den Verkehr regeln, machen uns Eindruck! Was ist wohl, wenn ihre Anweisungen nicht befolgt werden? Wird man gleich abgeschossen?! Dem ist aber nicht so. Wirklich Respekt haben aber nur wir und die anderen Autofahrer fahren kreuz und quer und ignorieren die verkehrsweisenden Soldaten. Die Radrennfahrer müssen zwischen den hupenden und überholenden Autos fahren. Naja, so viel bringt das Sturmgewehr doch nicht…


Nach Of machen wir uns in Richtung Rize auf. Es ist eine mehrspurige Strasse direkt am Meer. Die Gegend gefällt uns überhaupt nicht. Die Autobahn versperrt den Zugang zum Meer und nur durch mühsame nicht radtaugliche Übergänge und Unterführungen führen zum Meer. Rize ist jedoch eine herzige Ortschaft. Nach Rize fahren wir weiter in Richtung Hope. Andi hat seinen ersten Platten und lässt beim Schweisser endlich seinen verkrümmten Radständer wieder richten. Juhui, das Velo fällt nicht mehr jeden zweiten Tag um! Ein türkischer Lehrer erzählt uns, dass es in jeder Stadt „ögretmen-evi“ gibt, welches billige Lehrerunterkünfte sind. Jedoch erleben wir dies anders, denn entweder sind sie zu teuer oder voll. Somit entscheiden wir uns fürs Zelt. Es wird langsam dunkel und wir suchen vergebens ein ruhiges und sicheres Schlafplätzchen. Als es auch noch zu Regnen beginnt, geben wir die Suche auf und finden Unterschlupf in unserer ersten richtig, krassen Absteige: Ein verräuchertes, schmuddeliges Zimmer (60TL, 16.-CHF.). Am nächsten Tag kämpfen wir durch den monsunartigen Regen nach Arhavi, wo auf uns ein Päckchen wartet. Nass und verfroren, kommen wir bei der Unterkunft an, an welches wir das Packet senden konnten. Zum unserem grossen Schrecken ist diese Unterkunft ausgebucht. Der Besitzer Cengiz bedauert dies sehr und organisiert uns im Hotel nebenan ein super Zimmer mit Frühstück für einen sensationellen Freundschaftspreis. Normalerweise hätte dieses Hotel viel mehr gekostet. Glücklich nehmen wir am nächsten Morgen das Packet auf der Post in Empfang.


Wir wollen wieder weg von diesem Monster-Highway und ab in die Berge. So war unser Plan in Hopa Richtung Arthavi abzubiegen um in Posof über die Grenze nach Georgien zu fahren. Diesen Plan verwerfen wir in Hopa, da es einmal mehr in Strömen regnet und der Wetterbericht sich schon wieder geändert hat. In Hopa treffen wir auf einen russischen Cycler, welcher ebenfalls durchnässt und verfroren in einem Kafi sich aufwärmt. Zusammen suchen wir ein Hotel. Jedoch sind uns diese alle zu teuer und somit fahren wir gemeinsam weiter in Richtung Grenze. Kurz vor dem Eindunkeln finden wir ein super Plätzchen am Strand. Es ist ein Campingplatz, welcher jedoch im Oktober nicht mehr in Betrieb ist. Der Besitzer ist sehr grosszügig und er lässt uns ins Pub. Wir können unsere Kleider am warmen Ofen trocknen und in der Küche kochen. Unter dem Vordach stellen wir das Zelt auf. An dieser Stelle nochmals vielen herzlichen Dank! Am nächsten Morgen fahren wir über die Grenze nach Georgien. Mit einem weinenden Auge, denn die fünf Wochen Türkei hat uns sehr gut gefallen. Wir konnten uns bereits in der türkischen Sprache verständigen. Nun heisst es wieder eine neue Sprache und Schrift kennen lernen.


Fazit: Jeder Türke raucht! Man raucht immer und überall mit. Die türkische Gastfreundschaft ist überwältigend! Da können wir einiges von ihnen mitnehmen. Überall wurden wir herzlichst Empfangen und unterstützt. Es wurde grosses Interesse an uns und an unserer Reise gezeigt. All unsere Bedenken und Warnungen dieses Land zu bereisen, können wir nicht bestätigen. Türkei ist ein super Reiseland. Die angespannte Situation im Land haben wir sehr wohl mitgekriegt, auch eine Demonstration erlebt, und viele Türken machen sich Sorgen, wie es weiter geht.

6 Comments

  1. Eindrücklich, grossartig, bereichernd und viele andere Wörter fallen mir über Eure Reise ein. Schön auch wie positiv Ihr die Türken erlebt hat, dies ist sehr wertvoll zu hören, da wir immer nur das Negative erfahren.
    Wir könnten es auf der Welt schön haben, wenn nur nicht gewisse Menschen Z’Leid werchen wo’s immer geht.
    Wir sind nur bereits in Umag-Kroatien, auf einem anderen Verwöhnungslevel, aber auch wir erlebten im Südtirol und hier überdurchschnittlich positive Gastfreundschaft.
    Herzliche Grüsse von PaMa und weiterhin alles Gute in jeder Beziehung.

    1. Vielen herzlichen Dank einmal mehr für euren Kommentar😀 Ja, wir könnten es so schön auf der Welt haben!!! Es gibt wenige schlechte Menschen, dummerweise sind diese aber meist an der Macht!!! Ihr seid aber auch schon weit gekommen! Jetzt braucht ihr dann auch noch ein VW-Büsli😉 Wir wünschen euch ebenfalls weiterhin eine schöne Reise! Glg JuAn

  2. Hello Lukingers
    Vielen Dank für einen weiteren tollen Reisebericht. Da kommen bei mir auch alte Erinnerungen und ein bisschen Wehmut hoch! Viel Spass weiterhin in den nächsten Wochen!
    Dominik

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